Schöneicher Integrationsverein „Schtetl” e.V.
Rückschau: Interkulturelle Feier am 21. Dezember 2014 
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Volles Haus zum Weihnukka

Integrationsverein Schtetl verbindet unterschiedliche Kulturen

Am vierten Adventssonntag kamen besonders viele Schöneicher zur Chanukka-Feier. Das stimmt einen froh in Zeiten, in denen sich das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen vielerorts weniger friedlich gestaltet.

Offensichtlich wurde das Thema unseres Festes, "Weihnukka", richtig verstanden. Weihnachten und Chanukka lagen dieses Mal zeitlich sehr dicht beieinander. Deshalb bot es sich an, beides gemeinsam zu feiern. Außerdem vertragen sich die Bräuche des christlichen und des jüdischen Festes so gut, dass die jüdischen Künstler des Schtetls mit größter Selbstverständlichkeit und viel Freude auch die Bräuche des christlichen Weihnachtsfestes darstellten.

Zugegeben, für den künstlerischen Leiter des Vereins, Michail Milmeyster, ist es nicht leicht, sich seit mehr als zehn Jahren immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen. Aber eben darin liegt die große Herausforderung, der er sich mit seinem Ideenreichtum und seinem vielseitigen künstlerischen Können erfolgreich stellt. 


Teil 1: Chanukkafeier

Für dieses Fest hatte Michail Milmeyster die zuvor von Herbert Küstner erzählte Geschichte des Chanukka-Festes in Form einer Bilderserie illustriert und ließ sie auf einer großen Papierrolle vor den Augen der Besucher ablaufen: 

Der entweihte Tempel  –  Der jüdische Volksaufstand  –  Das Ölwunder  –  Jährliches Gedenken

Der entweihte Tempel Der jüdische Volksaufstand  Das Ölwunder  Jährliches GedenkenGuido Raschke

Sascha Siegbaum

Dazu ertönte Klezmermusik, gespielt von der Alexander-Siegbaum-Band

Simon Barlas

mit Sascha Siegbaum (Geige),

Simon Barlas (Trompete),

Guido Raschke (Klavier).


Das war ein Genuss für alle Sinne.

Teil 2: Weihnachtsfeier

Hier wurde die Koljada lebendig, das westukrainische, weißrussische und russische Brauchtum des Weihnachtsvorabends. Dazu gehört, bevor die Christgeburt gefeiert werden kann, die Austreibung der Teufel aus dem Haus. Mit Schwung und Vehemenz vollführte das die Theatergruppe des Schtetls.

Der Stall von BethlehemFür die Weihnachtsgeschichte stammte die Nachbildung des legendären Stalls von Bethlehem aus der Werkstatt von Michail Milmeyster. Milmeyster, Perowa, Kruglowa Begleitet auf selbstgebautem Instrument, füllten die Stimmen Michail Milmeysters und der beiden Gastsängerinnen  – Tatjana Perowa und Veronika Kruglowa – den Saal mit Weihnachtsliedern aus der Ukraine.

Nach den erwachsenen Künstlern kamen die Kinder der Besucher auf die Bühne. Jeder sang, sagte auf – in Deutsch oder Russisch –, spielte Klavier, was er konnte, bevor der Weihnachtsmann Ded Moros mit seiner Gehilfin Snegurotschka Geschenke verteilte. Hierbei gab es sehr anrührende Momente.

Erwähnung verdient auch das reichhaltige Büfett mit sehr schmackhaften Spezialitäten, die von den Frauen des Schtetls in bewährter Weise zubereitet wurden und mit für eine gute Stimmung sorgten.

Zahlreiche Besucher meinten, es war ein rundum gelungenes Fest.

Der Integrationsverein Schtetl dankt allen, die zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben.

Irene und Peter Dehmel, Herbert Küstner